Planungstiefe statt Tempo
SPD-Landratskandidat, Martin Albinus würdigt BGE‑Arbeit – und erklärt neue Asse‑Zeitpläne für nicht hinnehmbar
Der SPD-Landratskandidat, Martin Albinus hat die am 14. April 2026 vorgestellten und veröffentlichten Informationen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zum Rückholungsprojekt Asse II mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis zur Kenntnis genommen. Die nun öffentlich gemachte Neubewertung der zeitlichen Abläufe löst im Landkreis Wolfenbüttel erhebliche Besorgnis aus.
„Es ist richtig und notwendig, dass Planungen mit wachsender Erkenntnistiefe überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden“, betont der SPD-Landratskandidat Martin Albinus. „Ebenso erkenne ich ausdrücklich an, dass die BGE in den vergangenen Jahren wichtige fachliche und organisatorische Schritte vorangebracht hat – von der Klärung des Schachtstandortes Asse 5 über umfangreiche geologische Erkundungen bis hin zur Weiterentwicklung von Sicherheits‑ und Bergungstechnik.“
Gleichzeitig fällt aber die Bewertung der jetzt von der BGE veröffentlichten Zeitperspektiven äußerst kritisch aus. Die deutliche Verschiebung des ursprünglich genannten Rückholbeginns zeigt aus Sicht von Albinus, wie weit Anspruch und Realität inzwischen auseinanderliegen. „Wenn bezogen auf die Rückholung von einem Projekt gesprochen wird, dessen entscheidende Schritte erst weit in den späten 2030er‑Jahren möglich erscheinen, dann ist das für die Menschen im Landkreis Wolfenbüttel weder nachvollziehbar noch akzeptabel“, so der SPD-Landratskandidat Martin Albinus.
Dass die Bevölkerung des Landkreises Wolfenbüttel seit Jahrzehnten mit den Risiken und Unsicherheiten der Asse lebt, stellt ohnehin bereits ein Höchstmaß an Belastung dar. Jede weitere Verlängerung des Zeitrahmens bedeutet eine zusätzliche Belastung für das Vertrauen in staatliches Handeln und für die Akzeptanz des gesamten Rückholprojekts. Die gesetzliche Zielsetzung der unverzüglichen Stilllegung und Rückholung muss der maßgebliche Maßstab bleiben, an dem sich alle Planungen – gerade auch die zeitlichen Planungen – messen lassen müssen.
SPD-Landratskandidat Martin Albinus begrüßt explizit, dass die BGE, vertreten durch die Geschäftsführerin, Iris Graffunder inzwischen offen über Zielkonflikte, Abhängigkeiten und Risiken spricht. Transparenz allein genügt jedoch nicht. „Was wir jetzt brauchen, ist deutlich mehr als eine präzisere Beschreibung von Problemen. Die Menschen im Landkreis Wolfenbüttel erwarten von der BGE Lösungen. Notwendig sind daher überprüfbare Meilensteine und ein klar erkennbarer Wille, Zeitverluste so weit wie irgend möglich zu minimieren.“
Zum Abschluss unterstreicht der SPD-Landratskandidat Martin Albinus: „Wenn ich eines in meiner 25jährigen Tätigkeit in einer großen Verwaltung gelernt habe, dann dass Zeitplanungen insbesondere bei technischen Bauprojekten immer dann ausufern, wenn viele unterschiedliche Professionen zusammenspielen müssen. Und an dieser Stelle kommt der Führung und Steuerung ein Höchstmaß an Bedeutung zu. Die Tätigkeit der BGE erfordert ab sofort ein Höchstmaß an öffentlicher, politischer und fachlicher Aufmerksamkeit. Die vorgestellten Zeitdimensionen können aus Sicht der Bevölkerung im Landkreis Wolfenbüttel nicht hingenommen werden. Unser Anspruch bleibt klar: Die Rückholung muss schneller, verbindlicher und nachvollziehbarer vorangebracht werden – im Interesse der Sicherheit und der Menschen in unserer Region.“